5 Faustregeln für gute Facebook-Texte


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23. November 2018
| Facebook ist für viele unserer Kundinnen und Kunden das wichtigste soziale Netzwerk. Nach wie vor beobachten wir hin und wieder eine gewisse Hemmung oder Unsicherheit, für Facebook zu schreiben. Wie macht man es «richtg»? Was sind die Do’s und Don’ts im Umgang mit Facebook? Nicht zuletzt aus eigener Erfahrung wollen wir hier die wichtigsten Faustregeln zusammentragen.

Faustregel 1: Mehrwert für Ihre Fans


Jede/r Social-Media-Verantwortliche im Unternehmen kennt die Frage: Was denn bloß schreiben? Gibt es eine Strategie im Unternehmen, welche Inhalte publiziert werden? Dann wird es ein Leichtes sein, für Facebook die richtigen Inhalte zu finden. Schwieriger wird es, wenn hier von Null weggestartet wird. Doch auch das ist zu lösen.

Der Inhalt: Hauptsache Mehrwert für Ihre Community

Fragen Sie sich, welche Inhalte Sie Ihrer Community bieten können, die Mehrwert besitzen und nicht zu werbelastig erscheinen. Ein lokales Sportfachgeschäft könnte beispielsweise
  • selbst getestete saisonale Produkte vorstellen
  • sportliche Aktivitäten zeigen
  • unterschiedliche Berg-, Wanderrouten & Co empfehlen
  • gesponsorte SportlerInnen porträtieren
  • Erfolge von Vereinen teilen, die das Sportfachgeschäft ausstattet
  • ein besonders hochwertiges Produkt des Monats vorstellen
  • Tipps zur besten Pflege von Sportausrüstung geben
  • an Services von Snowboard, Ski, Langlauf, Fahrrad & Co erinnern
  • und vieles mehr …
Hier eignet sich der Content bestimmt auch dafür, nach der Meinung der Community zu fragen und hier in Interaktion zu treten. Warum aber könnte dieser Content nun «wertvoll» für die Community sein?
  • Selbst getestete saisonale Produkte vorstellen. >> Das Fachgeschäft testet Produkte selbst, steht also für Expertise und Qualität. Das könnte nahelegen, dass ich als Kunde dort etwas Langlebiges erhalte. Zudem weiß ich immer, welche Produkte derzeit die Besten sind.

  • Sportliche Aktivitäten zeigen >> Es handelt sich um ein Team voller Experten, die selbst sporteln (Authentizität). Das legt nahe, dass das Team mich bestens beraten kann, weil sie sich auskennen.
  • Unterschiedliche Berg-, Wanderrouten & Co empfehlen >> Durch die Postings vom Fachgeschäft lerne ich als Kunde beständig neue Sportmöglichkeiten kennen (Inspiration) und werde in meinem Interesse als Sportler bestätigt.
Prinzipiell gilt bei Facebook: Ausprobieren hilft. Denn was der eigenen Community gefällt ist nicht klar vorhersehbar. Sie können hier experimentieren und sehen, welche Content-Formen und -Themen am besten «funktionieren». Das heißt in diesem Fall: 1) eine hohe Reichweite zu erzielen, 2) viele Interaktionen und 3) Likes, Kommentare und Shares zu erreichen. Lernen Sie Ihre Community schrittweise kennen – mit jedem Posting erfahren Sie mehr über Ihre Interessen und Vorlieben.

Facebook als Ergänzung zur Webseite

Sehen Sie Facebook als Ergänzung zu Ihrem Web-Auftritt an. Welche Informationen können Sie hier bieten, die Sie z.B. auf Ihrer Unternehmenswebsite nicht unterbringen können oder wollen?“ (Petra van Laak, 2017) Gerade für Facebook eignet sich das Stichwort „Infotainment“, also die Mischung aus Information und Unterhaltung.

Postings, die inhaltlich für sich stehen, sind das Eine. Verweise auf einen eigenen Webseite-Beitrag das Andere. Beides hat gleichermaßen Berechtigung. 

Welche Inhalte (Content) könnten generell etwas für Facebook sein?
  • Mitarbeiterporträts
  • Mitarbeiterjubiläen
  • Geschichten aus dem Alltag
  • Events: Ankündigungen und Einblicke
  • Vorträge: Ankündigungen und Einladungen
  • Netzwerke und Meetings
  • Kooperationen und Partner
  • Empfehlungen oder Tests von Produkten
  • Unternehmensjubiläen
  • und noch vieles mehr…

Faustregel 2: Zumindest einmal wöchentlich posten


Wie oft Sie posten, hängt von Ihrem Unternehmen und Ihren Ressourcen ab. Wir finden, 2 x die Woche ist ein guter Vorsatz. Wenn sich 1 Posting pro Woche ausgeht, ist das auch vollkommen in Ordnung.

Warum ist das unternehmensabhängig? Denken Sie an ein Restaurant oder Hotel, wo viele öffentliche Events stattfinden – hier gibt es vermutlich mehr inhaltliche Möglichkeiten zu «posten» als in einer Auto-Werkstätte beispielsweise.

Faustregel 3: Schreiben Sie persönlich


Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Abend in einer Runde voller Freunde und wollen eine Neuigkeit erzählen (die, die Sie auch gerade auf Facebook posten möchten).
  • Wie formulieren Sie diese Neuigkeit?
  • Welche Worte verwenden Sie?
  • Überlegen Sie mal, ob Ihre Tonalität Werbecharakter hat?
  • Oder ob Sie es überhaupt in einer „öffentlichen“ Runde erzählen wollen?
Alles, was Sie auf Facebook sagen, ist öffentlich. Und damit entscheidend für Ihr Image. Deshalb hat es auch Bedeutung, «was» Sie »wie» sagen.

Also, zurück zum Gedankenexperiment: Welche Worte haben Sie gewählt? Haben Sie sich in der Vorstellung wohl gefühlt? Sie haben wohl kaum gesagt: „Kennst du schon unser neues Produkt?“, sondern „Bei der Lieferung von ... ist uns heute was Lustiges / Kurioses / Interessantes passiert…“. Wenn Sie sich beim Texten für Facebook von dieser simplen (aber effektiven) Vorstellung leiten lassen, kann nicht viel schiefgehen…

Faustregel 4: Schreiben Sie kurz


Auf Facebook zählt es, auf den Punkt zu kommen. Feilen Sie den Text so lange, bis dieser auf das Wesentlichste reduziert ist. In der Kürze liegt die Würze: 2 Sätze zu schreiben ist ein guter Richtwert.

Bedenken Sie: Der "Leser im Internet ist ein ungeduldiges und flüchtiges Wesen, die Ablenkung ist immer nur einen Klick entfernt." (Hülz, 2017) Das gilt für das Web insgesamt, aber für Facebook wahrscheinlich noch stärker, denn das nächste Bild im News-Feed (die Liste an fremden Nachrichten, die auf Facebook eingesehen werden können) lässt nicht lange auf sich warten.

Faustregel 5: Ohne Emojis geht gar nix 😉


Naja, ganz so ist es auch nicht. Aber sie gehören zu unserem Facebook- und WhatsApp-Alltag wie Kaffee zu unserem Morgen. Das geht sogar so weit, dass Texte ohne Emojis etwas ernst wirken können. Ob und wie Sie Emojis verwenden, hängt von Unternehmen/Organisation und Inhalt ab: Ein Rechtsanwalt wird beispielsweise in seinen Info-Postings weniger Emojis verwenden als ein Sportler, der gerade einen Sieg errungen hat.

Für uns gehören Emojis in jedem Fall zu Facebook wie die Nacht zum Tag. Wenn Sie Emojis nicht so gerne mögen, können Sie ja sehr sparsam damit umgehen. Besonders bei humorvollen Postings können Sie mit diesen Elementen Ihre humorvolle Aussage unterstreichen. Emojis bleiben aber letztlich Geschmackssache.

Einige Do’s & Don’ts für Facebook:


  • Vergessen Sie nicht, Inhalte zu teilen, sofern diese zu Ihrem Unternehmen und Ihren Werten passen. Das schafft Reziprozität und diese Wechselwirkung wird sich auch positiv auf Ihre Fanpage auswirken: Liken Sie, werden Sie auch Likes erhalten.
  • Sichern Sie sich ab, dass Sie nur jene Bilder hochladen, die Ihnen gehören. Wenn Sie Menschen abbilden, holen Sie sich zuvor die Zustimmung ein. Vermeiden Sie es generell, fremde Bilder zu posten.
  • Seien Sie nett & höflich: Auf Facebook alle Kommentare und Empfehlungen gleichermaßen zu schätzen wird Ihr Credo sein.
  • Qualität vor Quantität. Setzen Sie auf Postings, die Sie gut durchdacht und geprüft haben und die auch wirklich wertvoll sind für Ihre Community.

Und übrigens: Planung ist gut, Umsetzung besser


Facebook-Inhalte könnten beispielsweise in wöchentlichen Besprechungen fortan zu einem «Fixpunkt» werden. Die Planung der Facebook-Inhalte ist zwar gut, aber nicht alles. Damit die Inhalte und das Wording konsistent bleiben und die Umsetzung auch zeitgerecht erfolgt, sollte es jemanden im Unternehmen geben, der für Social Media zuständig ist und dafür primäre Ansprechperson für alle MitarbeiterInnen ist.

Wichtig ist auch, dass alle MitarbeiterInnen Bescheid wissen, welche Inhalte auf Facebook veröffentlicht werden sollen (zumindest als grobe Richtlinie). Viele Köche verderben hier keineswegs den Brei: Liefern viele MitarbeiterInnen unterschiedliche konkrete Videos oder Bilder, die potenziell gepostet werden können, wird Ihr Facebook-Auftritt insgesamt vielfältiger. Und jener Mitarbeiter wird entlastet, der für das finale Auswählen des Inhalts und das aktive Posten zuständig ist.

Über längere Zeit so gehandhabt werden Besprechungen zum Thema Facebook und zugehörige Postings bestimmt bald zu Ihrer Routine. Wir wünschen Ihnen in jedem Fall viel Spaß und Erfolg beim Schreiben für Facebook! 👍

Quelle, Links und Referenzen


Külz, Hannes (2017): Einfach schreiben im Beruf: Wie Sie sich und Ihrem Leser eine Freude machen. 1. Aufl., Haufe Gruppe, Freiburg, München, Stuttgart

van Laak, Petra (2017): Clever texten fürs Web. So bringen Sie Ihr Unternehmen zum Glänzen – auf Homepage, Blog, Facebook & Co, Berlin

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