Wir feiern «Daten & Datenschutz»

Oder: Die richtige Balance zwischen Erfolgschancen und Rahmenbedingungen schaffen.

5. Februar 2018 Daten sind «wertvoll» geworden in unserer digitalen Zeit. Doch gilt es, mit Daten und Wissen vorsichtig umzugehen. Damit Daten nicht vollständig zur «Ware» werden, muss sich angesichts der neuen Grundverordnung jeder Unternehmer und jede Unternehmerin mit dem Thema Datenschutz auseinandersetzen. Als Dienstleister bringen wir hier Unterstützung und Klarheit. Erfahren Sie mehr in unserem Jubiläumsbeitrag...
Bürger-Interesse: Datenschutz als Grundrecht-

Bürger-Interesse: Datenschutz als Grundrecht

Schutz der Daten ► Schutz der Privatsphäre

"Jedermann hat Anspruch auf Geheimhaltung der ihn betreffenden personenbezogenen Daten. Dieser ist in Österreich verfassungsrechtlich als Grundrecht verankert. Der Bedarf der Gesellschaft an Informationen und das Interesse des Einzelnen am Schutz seiner Privatsphäre stehen einander gegenüber und sind im Einzelfall gegeneinander abzuwägen."

(Quelle Bundeskanzleramt.gv.at)
Unternehmer-Interesse: Daten als Strategie-

Unternehmer-Interesse: Daten als Strategie

Daten als Ressource

Im gesetzlichen Rahmen gibt es durchaus positive (und von KonsumentInnen gewünschte) Möglichkeiten für Unternehmen, Daten zu verwenden. Wenn es zum Beispiel darum geht, dem Kunden bessere Werbung zu präsentieren und dadurch kostengünstiger zu werben oder per Newsletter über bestimmte Inhalte informiert zu werden. Für manche Unternehmen ist es auch zentral, Daten effektiv und effizient als Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Daten helfen dabei, aussagekräftige Resümees zu ziehen und Entscheidungen für die Geschäftsstrategie zu treffen.

Die bisherigen Zeilen machen klar, dass die Themen Daten und Datenschutz für verschiedene Interessengruppen von Belang sind und diese Themen jeden Menschen betreffen – egal, in welcher der verschiedenen Rollen sie sich befinden. So erleben auch wir die Diskussionen rund um Daten und Datenschutz recht ambivalent. Es wurde deutlich, dass gegensätzliche Interessen in Bezug auf Daten und Datenschutz bestehen und hier somit Konfliktpotenzial herrscht.

Wir haben eine klare Auffassung von Daten & Datenschutz:
Wir wissen um die Wichtigkeit der Daten, nicht zuletzt für die Kundenkommunikation und Kundenbindung – als Unternehmer. Als Bürger und Bürgerinnen ist es uns aber auch völlig klar, dass der Schutz dieser Daten ein zentrales Thema ist und Respekt vor den persönlichen Daten unumgänglich ist.
Balance durch gesetzlichen Rahmen-

Balance durch gesetzlichen Rahmen

Ende der Übergangsfrist am 25. Mai 2018

Am 15. Dezember 2015 einigten sich das Europäische Parlament, der Rat und die Kommission in Brüssel auf die neuen Regelungen zum Datenschutz; veröffentlicht wurde die Pressemeldung mit folgender Überschrift: «Agreement on Comission’s EU data protection reform will boost Digital Single Market». Die EU-DSGVO wurde erarbeitet und implementiert, damit Europa für das digitale Zeitalter fit würde, heißt es.

Vorteile durch die EU-DSGVO

Für europäische Bürger und Bürgerinnen hat die DSGVO durchaus viele Vorteile, u.a. folgende:

Einheitliche europäische Regelung

Bisher gab es national unterschiedliche Umsetzungen der Datenschutzrichtlinie von 1995. Für KonsumentInnen bedeutet die EU-DSGVO nun bei internationalen Käufen eine Vereinheitlichung und daher eine Vereinfachung. So wird mehr Transparenz geschaffen. Auch für Unternehmen, die europaweit agieren, stellt die DSGVO eine Vereinfachung in Prozessen dar.

One-Stop Shop Prinzip
Bei Verstössen und missbräuchlicher Verwendung von Daten können sich Bürger und Bürgerinnen bei der nationalen Datenschutzbehörde melden, egal in welchem Land der Missbrauch passiert.

Recht auf Vergessenwerden
Bürger und Bürgerinnen haben nun das «Recht auf Vergessenwerden». Das bedeutet, dass online gespeicherte Informationen nach Aufforderung auch gelöscht werden können.

Begriff «Personenbezogene Daten»
Dieser Begriff wurde nun um genetische und biometrische Daten erweitert und wurde mit der DSGVO an moderne Maßstäbe angepasst.

Hohe Strafen bei Nicht-Einhaltung
Für Bürger und Bürgerinnen wird aufgrund der hohen Bußgelder klar, dass die Änderungen in Unternehmen in größerem Maßstab erfolgen werden.

(Quelle Datenschutzbeauftragter Info)
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Änderungen für Unternehmer und Unternehmerinnen

Die Übergangsfrist der EU-DSGVO endet am 25. Mai 2018 und bringt demgemäß ein neues Bewusstsein für Daten & Datenschutz mit sich. Die neue Verordnung gilt für die Verarbeitung personenbezogener Daten in Standorten / Niederlassungen in der Europäischen Union. Die DSGVO gilt auch für Unternehmen, die die Verarbeitung personenbezogener Daten in Europa betreiben, wenngleich deren Marktniederlassungen außerhalb der EU zu finden ist.

Grundsätze der EU-Datenschutz-Grundverordnung

Die Datenverarbeitung folgt bestimmten Grundsätzen. Diese geben den Rahmen vor, wie Unternehmen personenbezogene Daten verarbeiten dürfen. (Quelle eur-lex.europa.eu)
1 Rechtmäßigkeit-

1 Rechtmäßigkeit

Die Datenverarbeitung erfolgt nach den Grundsätzen der Rechtmäßigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben, Transparenz. Das bedeutet gemäß dem Gesetzestext, dass die Daten auf (für KonsumentInnen) „nachvollziehbare Weise“ verarbeitet werden.
2 Zweckbindung-

2 Zweckbindung

Die personenbezogenen Daten, die erhoben wurden, werden für einen festgelegten, eindeutigen und legitimen Zweck erhoben und werden nur hinsichtlich dieser Vereinbarung verarbeitet.
3 Datenminimierung-

3 Datenminimierung

In zweckgebundener Weise werden nur so viele personenbezogenen Daten erhoben, wie notwendig ist.
4 Richtigkeit-

4 Richtigkeit

Sofern unrichtige Daten bekannt werden, werden diese unverzüglich gelöscht oder berichtigt.
5 Speicher-Begrenzung-

5 Speicher-Begrenzung

Die personenbezogenen Daten werden nur so lange gespeichert, wie es zur zweckorientierten Verarbeitung erforderlich ist.
6 Integrität und Vertraulichkeit-

6 Integrität und Vertraulichkeit

Der Grundsatz der Integrität und Vertraulichkeit stellt sicher, dass die Daten vor Verlust, Zerstörung oder Schädigung bewahrt und durch technische Maßnahmen geschützt werden.

Prozesse rechtskonform gestalten.


Die Prozesse der Datenverarbeitung EU-DSGVO-konform machen – eine Aufgabe zahlreicher europäischer Unternehmen, gerade im Zeitraum vor dem Ende der Übergangsfrist.

Einige Neuerungen für die Unternehmer und Unternehmerinnen bestehen beispielsweise in der Anforderung einer Einwilligungserklärung von Personen für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten, in der Umsetzung des Verfahrensverzeichnisses und der technischen Sicherung der Datenverarbeitungsprozesse. Zudem werden einige Unternehmen eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen. Beim Design von Produkten und Dienstleistungen ist der gültige Datenschutz bereits mitzudenken > privacy by default / privacy by design. Es gelten nun neue Betroffenenrechte für Personen. Der Datenschutzbeauftragte im Unternehmen (wann braucht es einen solchen Verantwortlichen?) wird der Informationspflicht nachkommen und bei Anfragen über die Daten, Zweck und Dauer der Verarbeitung und Speicherung u.s.w. informieren.
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