Was Sie beim Schreiben fürs Web beachten sollten: 5 Faustregeln für gute Webtexte


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8. November 2018 | Beim Schreiben fürs Web gibt es ein paar Faustregeln, die es zu beachten gilt. Wir tragen hier die wichtigsten Tipps zusammen, die Sie beim Schreiben des Blogs, der Referenzen und/oder der Unternehmensinhalte unbedingt kennen sollten.

Faustregel 1: Relevanter Inhalt


Zunächst geht es bei den Faustregeln gar nicht so sehr darum, WIE geschrieben wird, sondern WORÜBER geschrieben wird. Ohne wertvollen Inhalt nützt auch jeder noch so schön geschriebene Text bzw. Satz nichts. In erster Linie gilt es, Probleme der Zielgruppen konkret zu lösen und mit den eigenen Texten Antworten zu geben auf Dinge, worüber sich Menschen Ihrer Zielgruppen den Kopf zerbrechen.

Sie kennen es bestimmt von sich selbst: Sie sitzend abends – bereits relativ erschöpft nach Ihrem Büroalltag – am Sofa, das Tablet in Händen und suchen nach Antworten auf ein Problem, privat oder beruflich. Sie lesen die Überschriften der ersten Ergebnisse auf Google... Welche Webseite werden Sie nun besuchen bzw. lesen? — Jene, deren Überschriften Sie ansprechend finden oder bei denen Sie am ehesten Antworten auf Ihre Frage vermuten. Entsprechen Überschrift, Unterüberschriften und Anmutung der Webseite jedoch nicht dem, was Sie inhaltlich suchen, klicken Sie sofort weg. (Das brauchen wir hier auch gar nicht zu leugnen…) Was bedeutet das alles für Sie als Webseitenbetreiber?

Als Webseitenbetreiber können Sie natürlich nicht alle Fragen dieser Welt auf Ihrer Webseite beantworten – das wollen Sie ja auch gar nicht. Ihr Credo wird sein, alle Leser dazu zu befähigen, in möglichst kurzer Zeit zu entscheiden, ob der Inhalt nun persönlich relevant ist oder nicht. Auf IHRER Webseite möchten Sie natürlich IHRE Zielgruppe erreichen. D.h. sie müssen für Ihre Zielgruppe relevante Inhalte erstellen.

Faustregel 1 lautet also: Wertvoller Inhalt für Ihre Zielgruppen ist relevanter Inhalt.
So weit, so klar. Aber: Kennen Sie die relevanten Fragen und Probleme Ihrer Zielgruppe?

Um diese herauszufinden, notieren Sie beispielsweise über eine Woche hinweg alle Fragen, die Kunden an Sie und Ihr Team richten. Sie werden sehen: vielfältige und sehr unterschiedliche Themen beschäftigen Ihre Zielgruppen.

Betreiben Sie "Marktforschung" im kleinen Stile

1) Aufmerksames Zuhören ist also ein erster Zugang, wie Sie relevante Inhalte bzw. Fragestellungen Ihrer Zielgruppen finden und fürs Web entsprechend textlich aufbereiten können.
2) Das persönliche Gespräch: Sprechen Sie mit Ihren KundInnen bzw. InteressentInnen bewusst darüber, welche Argumente für sie die wichtigsten waren und eruieren Sie auf diesem Weg verschiedene Themen im Kaufprozess: a) vor dem Kauf, b) während des Kaufes und c) nach dem Kauf. So erhalten Sie Fragestellungen aus dem Alltag Ihrer Kunden, aus welchem Sie in verschiedenen Textarten relevante Antworten geben können.
3) Wenn Sie die KundInnen im ersten Schritt mal außen vorlassen wollen, auch gut: Sprechen Sie doch beispielsweise mit jenen MitarbeiterInnen, die hauptsächlich mit KundInnen zu tun haben und stellen Sie zum Beispiel folgende Fragen:
  • Welche Fragen stellen KundInnen immer wieder? Welche Fragen sind "Dauerbrenner" im Vertrieb?
  • Wann brauchen Menschen Ihre Produkte/Leistungen? Sind Ihnen alle Bedürfnisse Ihrer Zielgruppen bewusst?
  • Welche Argumente sind aus Kundensicht unschlagbar?
  • Was wird vor dem Kauf am meisten gefragt?
  • Was ist meinen Käufern vor dem Kauf am meisten und am wenigsten bewusst?
  • Welche Produkteigenschaften sind ausschlaggebend, dass meine KäuferInnen auch nach dem Kauf noch (lange) zufrieden sind?
Nach diesen Schritten halten Sie nun relevante Fragestellungen und Inhalte Ihrer Zielgruppen in Händen. Was mache ich nun mit diesem Inhalt? Der nächste Schritt heißt: Ein Ziel festlegen.

Faustregel 2: Ein klares Ziel


Es unterstützt beim Schreiben eines Textes ungemein, sich über das Ziel des Textes im Klaren zu sein. So schreibt auch Hannes Külz (2017): "Fragen Sie sich am besten bereits vor der Recherche und des Schreibens: "Welches Ziel verfolge ich mit dem Text? Was will ich meinem Leser sagen?" Wozu schreibe ich den Text? Mit der Strategie „Einfach-drauflos-schreiben“ wird Ihnen mitunter ein ansehnlicher Text gelingen. Effektiver und effizienter geht das aber, wenn Sie sich vorher ein Grobkonzept und ein Ziel vorbereiten. Also nichts wie los!

Faustregel 2 heißt also: Beim Texten brauchen Sie ein klares Ziel vor Augen. Aber … Was können Zielsetzungen sein? Hannes Külz weist in seinen Beispielen auf einige Ziele von Texten hin:
  • Der Text bietet Informationen.
  • Der Beitrag überzeugt von einem Produkt / einer Dienstleistung.
  • Die Geschichte soll LeserInnen unterhalten.
  • LeserInnen sollen zu einer Diskussion angeregt werden.
  • Personen sollen mit dem Text ermutigt werden, Inhalte zu prüfen und zu vergleichen.
Moment, mein Text hat aber mehrere Zielsetzungen – geht das? Nach Külz kann ein Text durchaus mehrere Ziele haben, jedoch maximal 3, kurz und möglichst präzise formuliert. Damit Sie sich nicht allzu leicht in Details verzetteln, wie womöglich für die Zielsetzung gar nicht relevant sind, schreiben Sie die Ziele auf und legen diese auf Ihren Schreibtisch.

BEISPIEL: Der Beitrag „12 Argumente für die Barrierefreiheit im Internet“ wurde beispielsweise gemäß den Zielsetzungen geschrieben,
  • (1) ein Stück weit überzeugend zu sein, dass dieses Thema bedeutend ist,
  • (2) Informationen aus Studien zu vermitteln und letztlich
  • (3) dazu anzuregen, sich tiefergehend mit Barrierefreiheit im Internet zu beschäftigen.

Wie transportiere ich meine relevanten Inhalte, damit dieser gerne und häufig geklickt / gelesen wird?

Ihre Inhalte können Sie verschiedentlich vermitteln. Gemäß den Zielen des Textes und des Inhalts können Sie beispielsweise
  • How-To-Anleitungen
  • detaillierte Produktinformationen
  • Produktrezensionen
  • Erfahrungsberichte
  • Blog-Beiträge
  • News-Beiträge
  • Interviews mit Kunden / Partnern
  • Referenz-Beiträge
  • und vieles mehr
schreiben. Wie Sie einen Text konkret „angehen“, um damit Neugierde zu wecken, lesen Sie in der nächsten Faustregel.

Faustregel 3: Die Neugierde wecken


Einer der ersten Teile eines Textes, der darüber entscheidet, ob ein Besucher den Text nicht nur scannt, sondern auch liest, ist – Sie erraten es schon – die Überschrift. Denn Überschriften dienen der Orientierung bei der Frage, ob der Text Antworten auf die Frage liefert. Überschriften ziehen Aufmerksamkeit auf den Text – oder eben nicht. So wichtig dieser Teil des Textes ist, so stark ist er auch an der Zielsetzung und am Inhalt des Textes ausgerichtet.

Wichtig ist, dass Sie in der Überschrift ein Versprechen geben, das Sie mit Ihrem Text auch halten können. Nicht zuletzt die Überschrift bietet für Leser die Möglichkeit, Anspruch und Realität abzugleichen: Bietet dieser Text Antworten auf meine Fragen? Behandelt der Text das Thema, zu dem ich Antworten suche? Denn genauso schnell wie jemand auf der Webseite landet, so schnell klickt er bei irrelevantem Content wieder weg. Das ist sehr wichtig, denn enttäuschen Sie Ihre Webseiten-BesucherInnen ein paar Mal, bilden sie sich ein (mitunter negatives) Urteil und verlassen die Webseite: "Das passiert schnell. Denn der Leser im Internet ist ein ungeduldiges und flüchtiges Wesen, die Ablenkung ist immer nur einen Klick entfernt." (Hülz, 2017)

Für den Texter-Alltag heißt das: Es lohnt sich, die Überschrift VOR Verfassen des Textes zu skizzieren, um den Fokus zu halten (siehe Faustregel 2) und NACH Fertigstellung des Textes nochmal zu überprüfen: Hat sich etwas verändert? Sind zusätzliche Faktoren hinzugekommen? Gibt es bessere Alternativen, auf den Text aufmerksam zu machen? Nach Texterstellung ist es oft einfacher, die Überschrift feinzuschleifen, weshalb die Optimierung der Überschrift für uns zum typischen Ablauf beim Texten gehört.

Eine wirkungsvolle Überschrift in Ihrem Stil
 
Seien Sie sich bewusst, dass Sie beim Verfassen der Überschrift zwischen den Schwerpunkten "interessant" und "sachlich" jonglieren: Eher „reißerische“ Formulierungen mit vielen Superlativen bergen Gefahren und stoßen – zu oft angewendet – eher auf Ablehnung (z.B. "XY optimieren: der ultimative Ratgeber" oder "Exklusiv: Schnelleinstieg ins Programm XY"). Ein sachlicher Stil hingegen wirkt konkreter und beantwortet damit womöglich präziser die Suche der Webseitenbesucher, verleitet aber mitunter nicht ganz so stark zum Klicken. (Firnkes, 2017)

Wie können Überschriften beispielsweise formuliert werden? Insbesondere Überschriften mit Zahlen oder Reihenfolgen wecken die Liebe nach Ordnung und Struktur und machen neugierig - wie beispielsweise (in Anlehnung an Firnkes, 2017):
  • "8 Dinge, die Sie bei ... beachten sollten"
  • "Zehn Tipps & Tricks, wie Sie ..."
  • "Die besten Tipps für ..."
Keywords in der Überschrift, um die Sichtbarkeit zu erhöhen

Ob nun sachliche oder emotionale Überschriften, integrieren Sie in jedem Fall Keywords (Schlüsselwörter aus Ihrem Themenfeld) in der Überschrift. Somit kann der Text von Menschen und Suchmaschinen gleichermaßen gefunden werden.

Symbolische Überschriften (bei einem Wellness-Urlaub beispielsweise “Neues Lebensgefühl inklusive”) wirken zunächst kreativ und wecken das Interesse der BesucherInnen, enthalten aber meist kaum konkrete Suchbegriffe. Wenn Sie in der Überschrift eine Metapher oder Symbole anwenden empfiehlt sich daher, zusätzlich Keywords, häufig gesuchte Phrasen und deren Synonyme im Untertitel und im Text einzubinden, um nicht an Sichtbarkeit bei Suchmaschinen einzubüßen. (nach Firnkes, 2017)

Spätestens jetzt kommt die Frage auf, woher ich weiß, welche Keywords die richtigen sind? Am besten binden Sie jene Wörter bzw. Begriffe ein, die Ihre Zielgruppe verwendet. Hören Sie ab jetzt genau hin, welche Wörter KundInnen in ihrer Sprache nutzen. Und suchen Sie beispielsweise auf Google Trends (ein kostenloses Online-Tool von Google) danach, ob auch andere Menschen diesen Begriff verwenden und welche Trends sich in Ihrer Branche beobachten lassen. Sie erhalten auf diese Weise rasch eine Menge relevanter “Keywords" und deren Synonyme, mit welchen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Webseite erhöhen.

BEISPIEL: In unserer Branche wird fallweise begrifflich nach einer "Homepage" gefragt (die Startseite einer Website). Ein Online-Auftritt heißt “Webseite” / “Webseite”. Wir könnten nun natürlich ausschließlich “Webseite” als Keyword nutzen, verschenken dabei aber Potential, wenn nach “Homepage” gesucht wird. Wir richten uns hier also nach dem tatsächlichen Sprachgebrauch unserer KundInnen / InteressentInnen: Wir binden bei unserer Webseite oftmals “homepage” und “webseite” als Keyword ein, um die Sichtbarkeit in beiden Fällen zu erhöhen.

Faustregel 4: Strukturierung ist die halbe Miete


Stellen Sie sich vor: Sie klicken eine ansprechende Überschrift in den Google-Suchergebnissen und gelangen auf eine Webseite, dessen Überschrift Sie darauf schließen lässt, dass sich dahinter die Antwort verbirgt, die Sie bisher vergeblich suchten. Sie sind nun auf der Webseite, die Überschrift stimmt und Sie scrollen: Es erwartet Sie ein ellenlanger Text ohne Absätze, in Blocksatz und in schwarz. Was machen Sie?
  • Wenn Sie viel Mut und Zeit haben, gehören Sie vielleicht zu jenen, die sich durchkämpfen und den Beitrag tatsächlich von Anfang bis Ende lesen.
  • Aber womöglich gehören Sie eher zu jenen Menschen, die den Text „scannen“, also: Überschriften lesen und grob überfliegen.
  • Oder Sie gehören zu jenen, die die Webseite sofort wieder verlassen. Und tschüß!
Jeder Leser wird sich freuen, wenn Sie statt einer solchen „Textwüste“ strukturierte und übersichtliche Texte bieten. Aber hallo! ...Faustregel 3 besagt daher: Ein strukturierter Text ist ein rasch erfassbarer Text.

Heutiges Webdesign (oder Screendesign: die grafische Gestaltung von Webseiten) unterstützt die Strukturierung von Texten in grafischen Elementen meist ohnehin: Bereiche sind untereinander angeordnet, Inhalte sind beim Scrollen der Website einfach erfassbar und in jenen Texthäppchen präsentiert, sodass diese auch beim Überfliegen noch eine (Marken-)Botschaft transportieren. Schreiben Sie jedoch längere Beiträge – die durchaus legitim sind! –, legen wir Ihnen verschiedene Methoden zum Strukturieren von Text sehr gerne ans Herz – auch nachzulesen bei Michael Firnkes.

Welche konkreten Strukturierungsmöglichkeiten gibt es für Webtexte?
  • Aufzählungen beispielsweise Vorteile und Nachteile
  • Tabellen beispielsweise für Mitgliedschaften bei einem Sportstudio zum Vergleichen
  • Zwischenüberschriften beispielsweise "Was Sie sonst noch beachten sollten", "Was ist Barrierefreiheit im Internet und wer braucht sie?" und "Was wir Ihnen zu diesem Thema anbieten", etc.
  • Kurzzusammenfassungen und Textblöcke Zusammenfassungen von bisherig Gesagtem
  • Hervorgehobene Zitate beispielsweise von einem Interviewpartner oder eine essentielle Information für die Zielgruppe
  • Linkbuttons beispielsweise, um eine Reservierung, Buchung oder Anfrage zu initiieren
  • Icons, Fotos und Bildelemente im Text beispielsweise zur Illustration von Aufzählungspunkten oder zur Auflockerung des Textes
  • und vieles mehr...
Webtexte zu strukturieren erleichtert den BesucherInnen das „Scannen“ (grobe Überfliegen) des Beitrages. Weil das Web heute eine derart große Informationsmenge liefert und wir wenig Zeit haben, ist wirkliches "Lesen" selten geworden im Web. Im Durchschnitt lesen Menschen nur etwa 28% der Wörter einer Webseite und "scannen" die Inhalte. Deswegen: Machen Sie den BesucherInnen das Aufnehmen Ihrer Inhalte so einfach wie möglich. Das heißt aber nicht zwangsläufig, sich immer kurz halten zu müssen. Im Gegenteil…

Scheuen Sie nicht davor, längere Texte zu schreiben – in der Annahme, dass diese ohnehin nicht gelesen werden. Ist der Text relevant und übersichtlich strukturiert wird er seine Aufmerksamkeit finden. Und lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Texte zu kürzen, damit nicht gescrollt werden muss. Denn Scrollen ist ein natürliches habitualisiertes Verhaltensmuster im Internet - Menschen erwarten es, scrollen zu müssen. Sogar wenn es nicht möglich ist, werden Menschen versuchen zu scrollen, um zu sehen ob die Website noch mehr bietet als im ursprunglichen sichtbaren Bereich erkennbar.

Faustregel 5: Die Sichtbarkeit des Textes erhöhen


Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher Google die Texte in seinen Suchergebnissen nimmt? Sind dies Textschnipsel aus der Detailseite oder extra eingetragene Informationen, die bewusst gewählt werden? Wie Sie bereits schon vermuten: Sowohl als auch – es trifft beides zu.

Im Idealfall gestalten Sie diese Informationen in den Suchmaschinen-Ergebnissen aktiv und geben Google die Texte vor, um Ihre Detailseite so interessant und relevant wie möglich zu präsentieren.

Mit den sogenannten »Meta-Informationen« können Sie die Texte direkt für Suchmaschinen wie Google, Bing und Konsorten aufbereiten. Metainformationen werden im Content-Management-System (CMS: Verwaltungssystem der Webseite wie zB Edwin oder Wordpress) eingetragen. Sie sind nicht direkt auf der Webseite sichtbar, sind aber wichtig für die Suchmaschinen. Denn Meta-Informationen haben wesentlichen Einfluss auf die Entscheidung von Suchmaschinen, welche Webseiten nun als Antworten auf eine Suchanfrage ausgegeben werden. Woraus bestehen Meta-Informationen? Vorhang auf für... Title, Meta-Tags und Keywords. (Firnkes, 2014)


Title-Tag [Titel]

Jede Detailseite im Web hat idealerweise einen Title. Dieser Text sollte knapp, präzise und prägnant (in wenigen Stichwörtern) formuliert sein sowie auf den Webtext neugierig machen. Das klingt zwar nach einem Drahtseilakt, ist aber nach gewisser Übung gar nicht so schwierig.

Am besten Sie nehmen die Überschrift des Webtextes, überprüfen die Keywords und ob der Beitrag auch interessant klingt. Schreiben Sie auch immer Ihren Unternehmensnamen dazu, damit der/die LeserIn auch gleich weiß, von wem der Beitrag stammt.

BEISPIEL: In unserem Beitrag: "12 Argumente für Barrierefreiheit im Internet" heißt der Meta-Title: "12 Argumente für Barrierefreiheit im Internet | Q2E Online-Agentur".
 

Meta-Tags: Description und Keywords [Beschreibung und Schlüsselbegriffe]

Firnkes beschreibt diese Meta-Tags quasi als Erweiterung des Titles. Hier werden die wichtigsten Schlüsselbegriffe und Schlüsselphrasen des Beitrages zusammengefasst und die Detailseite samt Inhalt grob beschrieben.

BEISPIEL für den Webtext "12 Argumente für Barrierefreiheit im Internet"
  • Meta-Description (Beschreibung): "Sie sind überzeugt, Sie brauchen für Ihr Unternehmen keine barrierefreien Online-Angebote? Stimmt nicht ganz! Wir liefern Ihnen 12 Argumente, die Sie ein Stück weit überzeugen werden, dass aus Marketing-Sicht barrierefreie Webseiten wichtig sind. Jetzt den Beitrag lesen >"
  • Keywords (Begriffe): warum barrierefrei, Barrierefreiheit im Web, Barrierefreies Internet, WACA barrierefrei, barrierefreie Homepage, barrierefreie Webseite, Beratung für Barrierefreiheit, Webseite für alle zugänglich machen.
Konkrete Tipps, wie Sie zu den richten Suchbegriffen bzw. Suchphrasen gelangen können:
  • Hören Sie Ihren KundInnen aktiv zu und schreiben Sie auf, welche Begriffe sie für Ihre Produkte/Dienstleistungen verwenden.
  • Recherchieren Sie beispielsweise mit dem kostenlosen Tool Google Trends verschiedene Begriffe in Ihrem Bereich und vergleichen Sie verschiedene Suchvolumen. Suchen Sie die Schnittmenge an Begriffen, die Ihre Wunsch-KundInnen verwenden und die ein hohes Suchvolumen aufweisen.
  • Zu den erhaltenen Resultaten können Sie Synonyme recherchieren und ergänzen. So erhalten Sie eine wertvolle Sammlung an Keywords für Ihr Unternehmen, die Sie aktiv in Ihre Webtexte einbauen können.
  • Beachten Sie, dass Keywords nicht nur aus Wörtern und Begriffen bestehen, sondern auch ganze Phrasen umfassen können. Verwenden Sie unterschiedliche Formulierungen.

URL [Link]

Die URL (Uniform Resource Locator) einer Webseite sollte möglichst sprechend sein. Das bedeutet: Der Link sollte also nicht nur Buchstaben und Zahlen aufweisen, wie mancherorts noch zu finden ist, sondern idealerweise Keywords und informative Begriffe enthalten.

"Sprechende" URLs haben nach Firnkes einige Vorteile:
  • (1) Der Link enthält wichtige Schlüsselbegriffe und erhöht damit die Sichtbarkeit der Webinhalte,
  • (2) der Link gibt Orientierung für den/die LeserIn,
  • (3) eine seriöse URL macht einen guten Eindruck über die Quelle/Webseite,
  • (4) der Link gibt einen Überblick über die Webstruktur und ermöglicht das Wiederfinden der Detailseite auf der Gesamtwebseite.
BEISPIEL für eine "sprechende URL": https://www.q2e.at/news-online-trends/12-argumente-fuer-barrierefreiheit-im-internet. Bereits beim Blick auf die URL hat der Leser eine Information erhalten, wovon diese spezifische Seite im News-Bereich thematisch handelt und kann anhand dieser Informationen schneller beurteilen, ob der Beitrag inhaltlich das ist, was er/sie sucht.

Alle Faustregeln im Überblick: Zusammenfassung


Faustregel 1: Relevanter Inhalt


Sie möchten, dass Ihre Webseite von Ihrer Zielgruppe besucht und gelesen wird? Schaffen Sie relevante Inhalte, die die Probleme Ihrer KundInnen lösen und Antworten auf Fragen liefern. Doch woher wissen Sie, wie Sie relevante Inhalte schaffen? Hören Sie Ihren KundInnen aktiv zu, stellen Sie Ihnen und Ihrem Team Fragen aus dem Vertriebsalltag und recherchieren Sie Suchbegriffe aus Ihrem Bereich (siehe auch Google Trends). So erhalten Sie bestimmt Themenfelder und Fragestellungen aus dem Alltag Ihrer Zielgruppe und können daraus relevante Inhalte in unterschiedlichen Textformen erstellen wie beispielsweise How-To-Anleitungen, Produktvergleiche, Interviews oder News-Beiträge.

Faustregel 2: Ein klares Ziel


Das Texten einer Detailseite gelingt leichter, wenn Sie genau wissen, welche Ziele Sie damit verfolgen. Ein Text kann bis zu 3 Zielsetzungen enthalten, beispielsweise Informationen vermitteln, überzeugen oder unterhalten. Legen Sie die Ziele vorab fest und behalten Sie diese während des Schreibprozesses im Hinterkopf. Nach Ende der Textierung können Sie nochmals überprüfen: Erfüllt mein Text meine zuvor definierten Ziele tatsächlich?

Faustregel 3: Die Neugierde wecken

Richtig, bereits mit der Überschrift können Sie Neugierde wecken. Denn die kann überzeugen – oder eben nicht. Wichtig ist zunächst, dass Sie in der Überschrift ein Versprechen geben, das Sie mit Ihrem Text auch halten können. Enttäuschen Sie Ihre Leser nicht, versprechen Sie nicht zuviel und nicht zu wenig. Besonders plakative Überschriften enthalten Reihenfolgen oder Zahlen; auf sie reagieren wir mit Neugierde: beispielsweise "10 Dinge, die Sie bei ... beachten sollten" oder "Die 10 besten Tipps für...". Vergessen Sie nicht, Keywords in die Überschrift einzubinden. 

Faustregel 4: Strukturierung ist die halbe Miete

Machen Sie Ihren LeserInnen eine Freude und bieten Sie einen übersichtlich strukturierten und auch optisch leicht erfassbaren Text. Es gibt eine Vielfalt an Möglichkeiten, wie Texte strukturiert werden können, beispielsweise mit Aufzählungszeichen, Zusammenfassungen, Linkbuttons oder Bildern. An zu großer Textlänge scheitern Texte kaum; wohl aber an einer Formatierung wie eine "Textwüste". Ein strukturierter Text ist ein rasch erfassbarer Text.

Faustregel 5: Die Sichtbarkeit des Textes erhöhen

Damit Suchmaschinen Ihren Text auch finden und anzeigen können, werden neben der Überschrift und dem Textkörper auch "Meta-Informationen" herangezogen: Titel, Beschreibungstext und Schlüsselbegriffe über den Inhalt des Textes selbst und über deren Quelle. Die Erstellung der Metainformationen erfolgt nach der Fertigstellung des Textes und ist — mit Keywords gespickt — eine kurze präzise Beschreibung der Inhalte, die wichtig ist, damit Menschen und Suchmaschinen den Text besser finden können.

Die Basisregeln der Webkommunikation


Als Webseitenbetreiber und Zuständige/r für die Webkommunikation ist wichtig zu wissen, welche Grundregeln bei der Kommunikation gelten. Hier haben wir zusammengefasst, was unbedingt zu beachten ist (in Anlehnung an Firnkes, 2017):
  • Fremde Inhalte, die sinngemäß auf der eigenen Webseite verwendet oder zitiert wurden, werden kenntlich gemacht und verlinkt.
  • Schreiben Sie möglichst "barrierefrei": Das heißt, einfache Sprache verwenden und Fachbegriffe erklären.
  • Schreiben Sie faktenbezogen und belegen Sie Ihre Werbe-/Aussagen mit Beispielen oder Kundenstimmen.
  • Lassen Sie Ihre Leserschaft wissen, wie Sie persönliche Daten verarbeiten.
  • Am besten weiß der/die LeserIn sofort, wer hinter dem Beitrag steht. Stellen Sie die Person / das Team in den Vordergrund und machen Sie Ihre Kommunikation damit persönlicher, sympathischer und authentischer.
  • Haben Ihre LeserInnen bereits die Möglichkeit, mit Ihnen in Kontakt zu treten?
  • Wahren Sie stets Urheber-, Marken- und Namensrechte.
  • Wenn Sie Ihr Team vorstellen, lassen Sie sich zuvor bestätigen, dass das für jede/n einzelne/n MitarbeiterIn so auch in Ordnung ist.

Und übrigens: Planen Sie Zeiträume fürs Schreiben aktiv ein


Wir kennen es aus eigener Erfahrung; auch unsere KundInnen haben zeitweilig damit zu kämpfen: Zeiträume für das Schreiben einzuplanen und diese auch aktiv für die Textarbeit zu nutzen. Zuviel ist los: das Telefon läutet, Kundentermine drängen, Planungen sind zu machen, dringende Todos drängeln sich in den Alltag und rauben die geplante Zeit fürs Schreiben… Texte stehen da meist von der Priorität her hinten an. Doch das geht anders...

Wie Hannes Külz formuliert, ist es oftmals schwierig, auch wirklich Zeit und Konzentration für das Schreiben zu schaffen. Anstatt Schreiben "zwischendurch" zu erledigen ist es besser sich aktiv Zeiträume zu schaffen, in denen keine Anrufe, Telefonate, Besuche, Mails & Co stören. Am besten schreibt es sich, wenn der Schreibtisch aufgeräumt ist, das Mailprogramm geschlossen, das Handy ins andere Zimmer gelegt oder auf lautlos gestellt und die KollegInnen informiert sind, dass Sie jetzt mal für eine bestimmte Zeit nicht erreichbar sind. Öfter so gehandhabt wird das zur Routine für alle Seiten und schafft ungeahnte Freiräume fürs Texten. Wir wünschen Ihnen in jedem Fall viel Spaß und Erfolg beim Schreiben fürs Web!

Quellen und Referenzen


Külz, Hannes (2017): Einfach schreiben im Beruf: Wie Sie sich und Ihrem Leser eine Freude machen. 1. Aufl., Haufe Gruppe, Freiburg, München, Stuttgart

Firnkes, Michael (2014): Professionelle Webtexte und Content Marketing. Handbuch für Selbständige und Unternehmer. 2., erw. Aufl., Carl Hanser Verlag München

Xtian Miller (2016): Your Body Text Is Too Small. Why website body text should be bigger, and ways to optimize it. blog.usejournal.com, letzter Zugriff am 29.10.2018 [englisch]

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