Wie Melanie als Q2E-Newbie unsere Arbeit wahrnimmt

Melanie Sauprigl lächelt in die Kamera.
10. Juli 2020 | Melanies Neuanfang bei uns bedeutet, dass sie sich gerade intensiv mit Strukturen, Code-Konventionen und Prozessen unseres Backend-Developments auseinandersetzt.

Weil es bei uns Gang und Gebe ist, dass wir uns laufend verbessern möchten und sich MitarbeiterInnen aktiv einbringen können und sollen, hat sich Agentur-Geschäftsführer Josef »Joe« Hörersdorfer mit Melanie unterhalten, wie sie unsere Entwickler-Arbeit wahrnimmt und was sie an der Agentur bisher am meisten schätzt.


Liebe Melanie, du bist seit Juli 2020 bei uns – wir freuen uns sehr und haben das Gefühl, dass du dich schon gut eingelebt hast bei uns. Wie geht’s dir mit dem Onboarding in unser Programmierteam und natürlich auch dem gesamten Team?

Das Team ist der Wahnsinn! Es wird viel gemeinsam gemacht – wenn alle miteinander essen, zum Beispiel. Es passt alles und ich merke, wie sich alle umeinander kümmern. Es kommen Fragen zum Wohlbefinden: »Zieht die Klimaanlage?«, »Weißt du schon, wo der Kaffee ist?« usw. Das ist erleichternd, unterstützend für den Anfang und man fühlt sich gleich willkommen!
Was brauchen ProgrammiererInnen aus deiner Sicht, damit sie gut im Team zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen (können)? Wie wird das überhaupt möglich?

Das kann ich so sagen: Struktur, Dokumentation, Code-Konventionen, klare Richtlinien, Verständnis füreinander und ganz viel Spaß an der Arbeit.
🙂 Das ist so der Idealfall, würd ich sagen. Der Vorteil beim einheitlichen Code ist, dass alle alles gleich machen und sich deshalb auch keiner beim anderen durchsetzen muss. Es gibt eine Richtlinie und damit basta!

Ich hab das leider bei einer anderen Firma auch schon anders erlebt. Als ich neu hinzukam, wurde ich am 1. Tag von Person 1 eingeschult. Am 2. Tag hatte dieser keine Zeit mehr. Ich wurde von Person 2 eingeschult und dieser hat alles verworfen, was ich mit Person 1 am 1. Tag gemacht habe, da »wir das nicht so machen«. Er hat seinen Stil durchgesetzt, so habe ich mal eine Woche entwickelt, bis wieder jemand Zeit hatte für einen kurzen Code-Review… Person 1 hat wieder alles verworfen, weil ihm der Stil von Person 2 nicht gefallen hat… Insgesamt waren wir zu diesem Zeitpunkt 4 Entwickler und in den 2 Jahren, die ich dort gearbeitet habe, ist es jedem, der neu hinzukam, wieder so ergangen. Der Effekt: Jeder hat seinen eigenen Stil durchgesetzt, der Code war – schön formuliert – ein Misthaufen! Und jeder Newbie hatte große Probleme, sich auch nur halbwegs einzulernen. Vor allem, weil nicht mal mehr die Senior-Developer weiterhelfen konnten, weil sie sich selber nicht mehr ausgekannt haben. Und da kaum dokumentiert wurde, hat natürlich niemand mehr gewusst, wieso, weshalb, warum manche Sachen nun so waren, wie sie sind…
»Ich habe gerade erst gesehen, dass Benjamin ein Update der Code-Richtlinien gemacht hat! Was kann man sich Schöneres vorstellen, als dass diese gleich im internen Wiki angepasst und alle im Team darüber informiert werden und an einem gemeinsamen Strang ziehen können.«

Melanie | Backend-Development
Wie einfach oder schwierig ist es, dich in unser hauseigenes CMS-System einzuarbeiten?

Das Wichtigste: Alles ist sinnvoll dokumentiert! Der Code sollte selbsterklärend sein und das ist er auch. Kommentare sind notwendig, wo von der Norm abgewichen wird, und die finde ich auch in der Doku. Alles andere ist schön im internen Wiki zusammengefasst! Zudem ist das ganze Team hilfsbereit und voll cool und es wird jede Frage beantwortet. Es ist immer jemand da, der einem helfen kann. Das macht es viel einfacher und angenehm. Ein gewisses Maß an Basis-Wissen ist natürlich notwendig, aber mit der Suchfunktion findet man auch schnell alle Zusammenhänge.

 
Manche mögen meinen, es ist selbstverständlich, dass in den letzten 14 Jahren doch mal Zeit war zu dokumentieren, aber: NEIN! Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ist alles andere als selbstverständlich! Es muss jemand einmal Initiative ergreifen und beginnen zu dokumentieren – eine Dokumentation lebt! Also muss sie laufend betreut und ge-updated werden und auch die Geschäftsleitung muss den Mehrwert dahinter erkennen und Ressourcen dafür hergeben!
Wie siehst du unsere Programmierer als Außenstehender? Was sind deine Gedanken zur Arbeit und dem Development-Team?

Bisher beobachte ich folgendes:
  • Jahrelange Erfahrung – mit guten 10 Jahren Erfahrung gibt es Gott sei Dank Leute, die alles von der Pike auf kennen.
  • Benjamin und Anton sind als Backend-Developer seit so vielen Jahren ein eingespieltes Team und heißen mich herzlich Willkommen bei ihnen.
  • Habe heute die Sammlung an Magazinen und Büchern entdeckt. Wow, extrem geil! c′t und PHP-Magazin sind abonniert! Sonstige Nachschlagewerke liegen herum. Nice Way, und netter Anstoß seine Mitarbeiter mit aktuellen Infos aus der Technik zu versorgen.
  • Ich habe schon von der 2-tägigen Mitarbeiter-Klausur zu Beginn des Jahres gehört – ist ja der Wahnsinn! Einfach mal die alten Muster überdenken und alles verwerfen und »einfach« alles mal von Grund auf überdenken! Wow! Also ich denke nicht, dass hier Betriebsblindheit aufkommt. 
  • Antons Vorschlag: Ein Tag bzw. ½ Tag im Monat wird hergenommen, um Neues zu versuchen, zu entdecken! Wieder ein Weg, um sich weiterzuentwickeln und das System vorantreiben zu können. Und die Geschäftsleitung ist sehr offen dafür und gibt noch dazu Ressourcen dafür frei.
  • Die Kaffeemaschine ist nicht weit entfernt ... und es gibt ein Schokoladen-Fach! 🙂
Was schätzt du bisher an der Agentur am meisten?

Q2E ist als Agentur sehr strukturiert und es ist bereits etwas gelernt worden, etwas selbst entwickelt worden. Das Team ist gut organisiert. Und das Beste – es wird ein eigener Kalender für die interne Planung verwendet, kein Google Kalender! Das PM-Tool ist ein eigens entwickeltes Organisations- und Projektmanagement-Tool, wo jeder seine Aufgaben zugeteilt bekommt. Das ist klasse! Aufgrund der Kompetenzen inhouse muss hier nicht auf vorgefertigte Systeme zurückgegriffen werden – alles wird so gemacht, wie es den hauseigenen Prozessen am dienstlichsten ist. Es ist so viel Erfahrung da…

Der Spirit passt: Die Geschäftsleitung ist sehr offen für neue Vorschläge und überdenkt sich auch selber immer wieder neu. Es werden Individuallösungen gesucht und gefunden, um MitarbeiterInnen entgegen zu kommen (z.B. Stundenanpassungen; individuelles Erleichtern, um Arbeit und Privates/Familien unter einen Hut zu bekommen, …) und es wird als gesamtes Team auch gefeiert, wenn es Anlässe gibt (z.B. WACA-Zertifikat für q2e.at) – auch keine Selbstverständlichkeit.
Ich finde das so cool, dass hier alles sinnvoll dokumentiert und der Code selbsterklärend ist. Wo Kommentare notwendig sind, weil von der Norm abgewichen wird, finde ich die auch in der internen Doku.

Melanie | Backend-Development
Das Team von Q2E Online-Agentur

Warum gibt uns eine neue Mitarbeiterin die Gelegenheit, uns neu zu betrachten?


Ganz einfach, weil es intern schwierig zu beurteilen ist, was »richtig« und was »falsch« ist. Das lässt sich schwierig – bis gar nicht – beurteilen. Wenn wir also jemand Neuen im Team haben, der eine andere Perspektive, andere Erfahrungen hat, dann ist erstmals wieder so eine Art »Vergleichen« möglich. Und diesen Perspektivenwechsel und »Vergleich« nehmen wir immer – und ausschließlich – als echtes Potenzial für unsere Agentur wahr.

Wir wünschen uns einen solchen »Vergleich«. Warum eigentlich?


Weil es uns als Agentur vorantreibt. Daher laden wir jeden ein, sich unsere Arbeit genauer anzusehen, insbesondere, was die technische Dimension des Entwickler-Teams anbelangt. Und wir sind keine «Konfigurierer«, sondern echte Programmierer.

Das macht einen Unterschied, auch wenn der Markt oder KundInnen dies kaum voneinander unterscheiden können. Wie auch? Es ist, als würde jemand im Motor eines PKWs herumschrauben. Da ist es für KonsumentInnen auch schwierig abzuschätzen, welche Leistung die beste Alternative ist. Ein kurzer Vergleich, zur Illustration:
  • Wenn jemand sagt, er/sie sei «Programmierer« und ausschließlich vorgefertigte Templates in Wordpress beispielsweise verwendet und zusammenbaut, dann ist das zwar eine Leistung – ohne Zweifel – aber von «Programmieren« kann hier fairerweise kaum gesprochen werden.
  • Wenn jemand sagt, er/sie sei «Programmierer« und entwickelt selbst von Grund auf ein neues Content-Management-System wie beispielsweise Wordpress, baut neue Funktionen und testet diese aus, entwickelt sie weiter und ergänzt sie, dann kann hier schon eher zurecht von einer/m «ProgrammiererIn« die Rede sein.
Stimmt schon, der Unterschied lässt sich als Kunde kaum feststellen, weil die Ergebnisse beider ähnlich aussehen; die Funktion dahinter macht aber einen Unterschied. Auch hinsichtlich dessen, wie ein Kollege / eine Kollegin effizient daran weiterarbeiten kann.

Die Q2E-Gesprächskultur ist uns sehr viel Wert.


Wir sind laufend im Gespräch – einerseits das Team mit der Geschäftsführung, andererseits das Team mit unseren Kunden. Das betrifft nicht nur die laufende Projektabstimmung, viele To-Do’s und den Austausch der Expertisen im Team und mit den Kunden, sondern auch, wie es uns als Team selbst geht. Was ist gut, was nervt, was wollen wir anders handhaben? In solchen Gesprächen wollen wir ehrlich sein, sonst hat das doch alles keinen Sinn, oder?

Laufende Gespräche stehen übrigens nicht nur am Beginn des Jahres im Rahmen der 2-tägigen Mitarbeiter-Klausur im Vordergrund, sondern haben auch im Agentur-Alltag ihren Stellenwert. Das ist wohl mit ein Grund, warum wir uns als eingespieltes und begeistertes Team wahrnehmen. Und wir quasi keine internen Hierarchien haben, denn unsere beiden Geschäftsführer sehen sich als Teil des Teams, sozusagen komplett auf Augenhöhe. Deshalb werden viele Entscheidungen demokratisch getroffen und die Meinungen aller werden auf einer Ebene wahrgenommen und gehört.

Vor dem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, warum insbesondere auch Agentur-Chef Josef »Joe« Hörersdorfer es als Gelegenheit wahrnimmt, wenn jemand Neues ins Team stößt: Das bedeutet, neu ausloten zu können, wie gut oder schlecht wir im Vergleich mit anderen Agenturen bzw. Entwickler-Teams abschneiden. Dieser Vergleich hört sich womöglich drastisch an – und ist auch tatsächlich so ernst gemeint. Dabei steht nicht die Kritik – wenn überhaupt, dann konstruktiv – im Vordergrund, sondern die Chance, sich neu zu sehen und zu verbessern. Darum – und nur darum – geht es uns!

Gibt’s dazu noch mehr zu erfahren? – Ja, klar!

Wir geben gerne unser Wissen und unsere Erfahrungen weiter. Maßgeschneiderte Empfehlungen und Lösungen für die individuelle Online-Strategie gibt′s natürlich für alle unsere KundInnen (und alle, die es noch werden wollen) im Rahmen einer persönlichen Beratung in St. Pölten und Amstetten.


Über den Autor | Josef HörersdorferSeit seiner Ausbildung an der NDC Sankt Pölten (2001) ist »Joe« erfolgreich in der Online-Branche unterwegs. Als Online-Experte berät er seither Kunden in Sachen Strategie & Planung. Wichtig ist ihm, dass Maßnahmen Sinn machen und sich in wirtschaftlichen Erfolgszahlen niederschlagen. Dabei denkt er Marketing immer ganzheitlich, sprüht vor Ideen sowie Inspiration und liebt es seinen Kunden inspirierende Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen.


Elisabeth Hammerschmid
Über die Autorin | Elisabeth Hammerschmid
Mit ihrem Studium an der AMU Wieselburg zum Thema Marketing-Forschung hat sie vielfältige Ausbildungsinhalte erworben und bildet sich seither intensiv in Sachen Content Marketing weiter. Als Agentur-Projektmanagerin (seit 2015) kann sie ihre vielfältigen Interessen und Liebe zur Abwechslung bei Kundenprojekten und in der Agentur-Kommunikation verwirklichen.

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