#barrierefreiPosten
Lesedauer ca. 3 Minuten
Über die Initiative zugunsten barrierefreier Postings in sozialen Medien
Quicklinks
Web Accessibility in sozialen Medien: Alle profitieren…
Im Blog-Eintrag der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs wird klar: Barrierefrei gepostete Inhalte in sozialen Medien tragen dem Anspruch einer hohen Reichweite Rechnung und tragen dazu bei, dass Social Media von allen Menschen besser wahrgenommen werden kann. Für Deutschland attestiert Heiko Kunert, dass knapp 10% der Bevölkerung schwerbehindert ist, was die Zugänglichkeit der Webinhalte, v.a. auch in sozialen Medien, notwendig macht:
Wenn Videos untertitelt werden, macht das in jedem Fall Sinn: Wer ohne Kopfhörer in der Öffentlichkeit unterwegs ist, kann in dieser Situation Videos sinnvoll nur mit Untertitel konsumieren. Für eine einfache Sprache spricht das Argument: Wer Deutsch als Fremdsprache erlernt, versteht einfach formulierte Texte viel schneller und besser. Und in den sozialen Medien ist ein schnell erfassbarer Inhalt bekanntermaßen sehr viel Wert...
Vollständige Barrierefreiheit in den sozialen Medien - ist das möglich?
- Video- Untertitel,
- eine Audio-Description (verbale Beschreibung des im Video Geschehenen) sowie
- ein Gebärdensprache-Video,
- Bild-Untertitel und
- Bildbeschreibungen,
- einfach und leicht verständliche Texte mit achtsamer Wortwahl (sodass sich niemand gekränkt fühlt) und
- Texte, die nicht zuletzt technisch «Screenreader-tauglich« sind.
Von Unternehmen und öffentlichen Institutionen könne aber wohl viel mehr Engagement in diese Richtung erwartet werden.
Wie also können Unternehmen im Rahmen ihrer Ressourcen Postings erstellen - und dabei der Barrierefreiheit gerechter werden als bisher?
4 To-do's für mehr Barrierefreiheit beim Posten
Verwenden Sie Alternativtexte bei Bildern
Simpel, aber effektiv
Beispielsweise: #WirWollenBarrierefreiPosten anstatt #wirwollenbarrierefreiposten
Einfache Sprache
Gehen Sie wachsam mit Wörtern um
Achtsame Wortwahl: 2 Beispiele zu Do’s und Don’ts
Beide Beispiele aus der Liste der leidmedien.de machen deutlich, dass es darum geht, den behinderten Menschen auch in Wort und Bild stets auf Augenhöhe zu begegnen:
- Achten Sie darauf, dass Sie »blinde Person« statt »Blinde/r« schreiben (letzteres reduziert den Mensch auf seine Behinderung) und
- »das Leben mit der Behinderung ‘meistern’« sollten Sie als Formulierung besser ersetzen durch »mit der Behinderung leben«.