Google Analytics 4 - alles, was Sie zum Umstieg wissen müssen

22.02.2023 • aktualisiert am 26.07.2023

Entdecken Sie das neue Analytics und warum es jetzt an der Zeit ist, umzusteigen!

Es wird ernst: Die Datenanalyse mit Google Analytics steht vor der endgültigen Änderung auf Google Analytics 4 (kurz: GA4). Doch was bringt dieser große Wechsel und welche Vorteile und Herausforderungen für Webseitenbetreiber und Online-Marketer ergeben sich dadurch? Und was muss dafür getan, werden, um GA4 nun zu nutzen? Wir haben in diesem Beitrag zusammengefasst, was sich nun ändert.

Quicklinks

Wie funktioniert GA4 und was ändert sich im Vergleich zu der Vorversion?

Google Analytics 4 revolutioniert das Website-Tracking und bringt gleich einige Änderungen mit sich. Diese beinhalten unter anderem:

  • Machine Learning-Technologien, welche es ermöglichen, besser Einblicke zu erhalten. Das System kann so beispielsweise automatisch bei signifikanten Änderungen der Daten eine Nachricht senden oder (eingeschränkte) Vorhersagen treffen.
  • Eine umfassendere Sicht auf das Verhalten auf der Webseite. Denn die Daten werden aus den verschiedensten Kanälen zusammengeführt. So lassen sich Zusammenhänge besser erkennen und Rückschlüsse darauf schließen, wie die Kunden mit den Produkten und Dienstleistungen und den verschiedenen Kanälen interagieren.
  • Google Analytics 4 legt einen stärkeren Fokus auf benutzerdefinierte Berichte. Wie bereits bei Universal Analytics (GA3) können die verfügbaren Standard-Reports angepasst werden. Zudem wurde auch die explorative Datenanalyse aufpoliert. Wer hier Zeit investiert, kann – in Kombination mit dem eventbasierten Trackingsystems – Reports erstellen, die Insights liefern, welche mit UA unter Umständen nicht aufgedeckt werden könnten.
  • GA4 unterstützt auch das Erfassen von Ereignissen außerhalb der Webseite. So können App-Ereignisse leichter getrackt werden und so eine ganzheitliche Kundenperspektive geschaffen werden. Auch die Erfolgsmessung von Google Ads und Conversions wird mit GA4 erleichtert.
  • Trotz der ganzen Änderungen ist GA4 auf Privatsphäre und Datenschutz bedacht. Die Version von Google Analytics wurde unter Rücksichtnahme der DSGVO entwickelt und bietet mehr Kontrolle darüber, welche Daten gesammelt und wie sie verwendet werden. Nutzer haben ebenfalls mehr Transparenz und Kontrolle über ihre eigenen Daten und können entscheiden, ob und wie sie geteilt werden.

Welche Nachteile bringt GA4 mit sich?

Alles Neue bringt mitunter auch ein paar Herausforderungen mit sich. Wir haben diese kurz zusammengefasst:

  • Wo finde ich denn jetzt…? Ja, GA4 sieht dem klassischen Analytics nur entfernt ähnlich. Neue Begriffe, ein umgekrempeltes Conversion-Tracking und viele Funktionen, sorgen schon mal für rauchende Köpfe. Keine Sorge, wir behalten den Überblick und bilden uns laufend weiter, um Ihnen eine solide Daten-Übersicht bieten zu können.
  • GA4 befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Auch, wenn alle Website-Betreiber mit dem System mit Juli 2023 bereits zwangsbeglückt werden. Noch sind nicht alle Funktionalitäten verfügbar, diese werden erst nach und nach ausgerollt. Auch Änderungen im aktuellen System sind dabei noch möglich.
  • Bedingt durch die völlig andere Art der Datensammlung beider Systeme, können Daten des klassischen Google Analytics können nur bedingt migriert werden. Um eine möglichst lückenlose Datenaufzeichnung zu gewährleisten, empfiehlt Google hier selbst den Parallelbetrieb beider Lösungen bis zum 1. Juli 2023.
  • Datenschutz und Google sind noch lange keine besten Freunde. GA4 erfasst die Daten anonymisiert und betont den Schutz. Die Erfassung des Nutzerverhaltens auf einer Website muss dennoch mit einem Cookie Consent-Tool erfolgen.

Muss ich auf GA4 umsteigen?

Ja! Mit dem 1. Juli 2023 dreht Google das klassische Google Analytics ab und die Trackings müssen ausnahmslos mit GA4 oder vergleichbaren Alternativen erfolgen. Mit März 2023 leitet Google für noch nicht umgestellte Properties schon die ersten Schritte vollautomatisch in die Wege. Wird also nicht rechtzeitig umgestellt, werden keine Daten mehr bzw. fehlerhafte Daten erfasst. Wir empfehlen unseren Kunden daher, bald umzusteigen und das Tracking zu aktualisieren. Um die Umsetzung kümmern wir uns selbstverständlich gerne.

Ich möchte Google Analytics nicht mehr nutzen – was nun?

Sie können gerne auch gänzlich auf das Tracking von Ihren Webseiten-Besuchern verzichten. Wir empfehlen, dies nicht zu tun. Denn eine Website ist mittlerweile ein wichtiger Vertriebskanal, den es nicht zu unterschätzen gilt. Ein Wechsel auf alternative Tools wie Matomo ist aber ebenso möglich.

Google Analytics 4 kurz zusammengefasst

Um Google Analytics 4 kommt man nicht herum, wenn man den Tech-Riesen weiterhin nutzen möchte. Wir empfehlen einen raschen Umstieg, wenn Sie weiterhin Daten erfassen möchten und noch das klassische Analytics verwenden. Durch die KI-unterstützte Datenerfassung sehen wir in GA4 großes Potenzial.

Mittlerweile können wir aus eigener Erfahrung sagen: hat man den Dreh erstmal heraus, ist die Umstellung eine gute Sache.

Gibt’s dazu noch mehr zu erfahren? – Ja, klar!

Wir geben gerne unser Wissen und unsere Erfahrungen weiter. Maßgeschneiderte Empfehlungen und Lösungen für die individuelle Online-Strategie gibt′s natürlich für alle unsere KundInnen (und alle, die es noch werden wollen) im Rahmen einer persönlichen Beratung in St. Pölten und Amstetten.
Portrait: Markus Hofstätter
Über den Autor · Markus Hofstätter
Als Media- und Kommunikationsberater (FH St. Pölten) ist Markus bei uns für das Online-Marketing zuständig und seit seinem ersten Tag voll und ganz eingelebt: Er hat sich die effektive Neukundengewinnung mit Google Ads und die Entwicklung effektiver Online-Kommunikations-Strategien zur Aufgabe gemacht - und: 110% für unsere Kunden da zu sein. Das Internet bietet viele einfache und effiziente Möglichkeiten, die Sichtbarkeit von Unternehmen zu erhöhen: Seine Vision ist es daher, unseren Kunden sein Wissen und seine eigenen Erfahrungen zugute kommen zu lassen.

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